Hallenbadmisere

Heute:
Babsy Blitzschnell über die Gmundner Hallenbadmisere
GK Geisterbahn über Windmühlen
GK Saunageher über Grundstücksspekulation

Liebe Leserleins!

Hier ist sie wieder, Ihre Babsy Blitzschnell, nachdem sie sich ein paar Tage Auszeit gegönnt hat. Und was lese ich in der Krone? Ein Loblied auf den Sommer des Vorjahres. Liebe Leute, das ist obszön. Wer eine solche Hitze braucht, soll meinetwegen in die Sahara fahren. Ich brauche es nicht. Und ich jammere auch nicht über das im moment kühle Wetter. Der Juli war – auch wenn es viele nicht glauben wollen – ohnehin 1,5 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Und der zehnte Monat in Folge, der weltweit neue durchschnittliche Höchsttemperaturen gebracht hat.

Nein, liebe Leute, Jubel hierzulande über Tage mit mehr als 35 Grad, über dutzende Tage über 30, so ein Jubel ist zu kurz gedacht und eigentlich bescheuert. Denn das ist der Klimawandel mit all seinen schädlichen Folgen. Die Unwetter, die wir heuer erlebt haben, sind die Kehrseite des beschissenen Heisswetters. Nee, liebe Leute, natürlich kann ich auf Unwetter verzichten, aber eher nicht so heisse Sommertage, die stören mich nicht. Wer in der Hitze brutzeln will, findet genug Weltgegenden, wo das möglich ist. Hier im Land brauche ich das nicht.

Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben. Hat sich nur so ergeben, gell! Mir geht es heute um die Bädermisere in OÖ und speziell in Gmunden. Die Kurzdenker und Sparefrohs im Land haben sich als Sparmassnahme die Reduzierung der Hallenbäder vorgenommen. Eine unglaublich dumme Idee. Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten. Ein Hallenbad ist die beste Gesundheitsvorsorge, die vorstellbar ist. Und auf lange Sicht extrem kostengünstig durch Vorbeugung gegen Krankheiten. Allerdings müssen die Bäder in vernünftiger Zeit und mit Öffis erreichbar sein. Das ist nicht der Fall. Schon gar nicht hier in Gmunden. Die Fahrerei nach Vöcklabruck (bei jedem Wetter) ist einfach nur nervig. Ebenso die nach Ebensee. Und für Kinder und Jugendlich praktisch nicht möglich. Detto für Schulen. Also geht der Schwimmunterricht zurück, können die Leute nicht Schwimmen üben. Was wiederum dazu führt, dass die Wasserrettung Alarm schreit, weil immer weniger Leute Rettungsschwimm-Kurse besuchen und die Schwimmfähigkeit deutlich abnimmt. Gluck, gluck, weg war er. OK, mit Unglück soll frau keine Scherze treiben. Aber es ist doch so, oder?!

Gmunden, liebe Leute, braucht keine banale Saunalandschaft mit ein bisserl Pseudo-Spa, sondern ein ordentliches Hallenbad. Mit allem drum und dran. Die beste Investition in die Gesundheit der Bevölkerung – von klein bis gross, von jung bis alt. Aber in der unseligen Köppl-Zeit hat man das Geld für Dinge rausgeschmissen, an die sich heute kein Mensch mehr erinnert. Die Schulden der Stadt sind explodiert, ohne dass die Bevölkerung einen Gegenwert erhalten hat. Mit all dem Geld hätte man längst locker ein Hallenbad finanzieren können. Es ist eine Schande, sagen wir es mal deutlich, dass eine der reichsten Städte Österreichs zwar ein Budgetproblem aber kein Hallenbad hat.

Überlegungen über eine neue Marina entlang der Esplanade sind gut, recht und schön. Aber nicht das wirkliche Problem von Gmunden. Wir brauchen ein Hallenbad! Wer sich hier mal ordentlich Gedanken macht und zu einer guten Lösung findet, könnte sich wirklich um diese Stadt verdient machen. Und die Bürgerleins werden dankbar sein. Und der Gesundheit der Einwohnerleins würde es auch viel bringen. Denkt mal darüber nach, liebe Politikerleins, wie ihr hallenbadmässig endlich Nägel mit Köpfen machen könntet. Immerhin hat man es jetzt nach der Wahl sogar geschafft, die desolaten Schulen endlich zu sanieren, nachdem man sie über Jahre hinweg dahin modern hat lassen. Ich würde meinen Luxuskörper jedenfalls regelmässig in engstem Bikini im Hallenbad ausführen, gell. Wenn das kein Anreiz ist … aber bitte, niemand möge mich blöd anmachen, gell. Und: Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten. Egal ob Ösi oder Asyli, gell!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Kampf gegen die Windmühlen!

Gastkommentar von Geisterbahn

Liebes Gmundl Team! Ich sing euch ein Lied des Leidgeplagten, der Narr, welcher versucht hat, etwas zu verändern!

Seit Monaten kämpfe ich um eine Statement seitens der Politik oder von irgendwelchen Experten, warum man die Bahnstrecke Lambach-Laakirchen-Gmunden nicht wieder aktiviert.
Laakirchen hat über 9.000 Einwohner, nennt sich Stadt, und nicht jeder hat einen Führerschein, möchte aber trotzdem unterwegs sein – auch die ältere Generation.
Über die Zugverbindung nach Lambach könnte man die Westbahnstrecke erreichen und überall hinfahren.

Interessant auch jetzt ist das Lichterfest in Gmunden. Jeder weiss, dass Gmunden schon immer Verkehrschaos pur hat – jeden Tag. Beim Lichterfest geht gar nix mehr!
Darum bietet die Krapf-Partie an, mit dem Zug von Vorchdorf und mit dem Bus von Pinsdorf zum Lichterfest zu kommen.

Nur für die 9.000 Laakirchner gibt es keinerlei Möglichkeit mit den Öffis zum Lichterfest zu gelangen.
Viele fragen mich, warum das so ist, und warum über 70 Millionen für die Verlängerung der Geisterbahn nach Vorchdorf da sind, aber kein Geld für eine Bahnlinie da ist, die bereits besteht, und die über 30.000 Einwohner miteinander verbinden würde: Gmunden-Laakirchen-Lambach!

Nun, das Gmundner Rathaus liess mich wissen, Lambach und Laakirchen seien schuld, weil sie keinerlei Interesse an der Bahn zeigen. Laakirchen sagt die Öbb und das Land OÖ sind schuld. Lambach sagt: das geht uns nichts an.

Naja, da Gmunden auch die Unterführung nach Pinsdorf abgerissen hat, muss man sagen: Gmunden will unter sich bleiben!
Also Pinsdorfer: nur mehr in Vöcklabruck einkaufen!
Laakirchner: nur mehr in Wels und Vöcklabruck einkaufen!
Lassen wir die Gmundner mit ihren Lieblingen aus Vorchdorf allein!

Und ausserdem: wer sich den Verkehr in Gmunden gibt, ist Masochist oder lebensmüde!
Ausserdem haben wir Laakirchner nach über 90 Jahren endlich ein Schuhgeschäft bekommen. Wir sind jetzt mobil und können zu Fuss jetzt überall hin gehen!

PS: Meine Anfrage, ob ich mir selbst eine kleine Lok kaufen und damit von Laakirchen nach Lambach fahren darf auf den Schienen, blieb unbeantwortet seitens der ÖBB.
Auch das WiFi-Gmunden hat mir nicht geantwortet, ob es einen Lokführer-Grundkurs gibt.
Auch das Rathaus nicht, ob ich mich selbstständig machen darf als Lokführer. Die Lok und ein paar Waggons würde ich nämlich bei willhaben oder Ebay bekommen!
Ich halt euch auf dem laufenden!
GlG


Grundstücksspekulation

Gastkommentar von Saunageher

Bruno Beinhart hat vollkommen recht. So lange es in Gmunden keine ganzjährige touristische Infrastruktur gibt, wird sich ein Hotel niemals, betont niemals, rechnen. Der Gipfel ist, dass Gmunden nicht einmal eine öffentliche Sauna hat, und die einheimischen Steuerzahler bis nach Bad Ischl oder Vöcklabruck fahren müssen, um für die Gesundheit etwas zu tun. Zu den hohen Eintrittskosten kommen noch die Fahrtkosten.

Ein Hotelprojekt ist nur der Vorwand für weitere Grundstücksspekulationen, d. h. unter dem Vorwand, ein Hotel zu bauen, kommen die gefürchteten „Investoren“ günstig an ein hochwertiges öffentliches Seegrundstück, die grosse Kohle machen sie dann mit der Umwandlung in Luxuseigentumswohnungen, denn jedes Hotel in Gmunden hat dieses Schicksal erlitten.

Wegen eines Hotels kommen die Leute in der kurzen Saison nicht in das lärmige Gmunden. Fast hätte ich vergessen, Gmunden hat ja besonders kaltes Badewasser des Traunsees zu bieten, vielleicht wäre dies ganzjährig zu geniessen? Gmunden’s Stadtpolitiker sollten sich einmal bemühen, sich aus der misslichen Rechtslage, in die die Stadt durch den Asamer Clan beim Seebahnhofgrundstueck geraten ist, zu befreien, bevor sie in die nächste Scheisse treten.


 

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