Nix gelernt

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Heute:
Babsy Blitzschnell über fehlende Lernkurven
GK Wilhelm Krausshar über „Stadt mit Flair?“
GK Gernot Hipfinger über Gmundls Chuzpe

Liebe Leserleins!

Nix gelernt – das fällt einem zu so mancher Meldung dieser Woche ein.

Wenn die EU-Granden jetzt beschliessen, die Dublin-Regeln wieder in Kraft zu setzen, dann fragen wir uns ernsthaft: meinen die das ernst? Haben die nicht geschnallt, dass Dublin nie funktioniert hat und den Ländern der Aussengrenze, Italien und vor allem Griechenland, eine Last aufbürdet, der sie nicht gewachsen sind? Wie soll das gehen? Zwei Länder sollen sich mit den Flüchtlingen herum schlagen, und die (noch) 26 anderen schauen mehr oder weniger belustigt zu? Griechenlands Inseln stehen vor dem Zusammenbruch, und die EU erklärt, die können jetzt wieder Leute nehmen. Obwohl die Zustände in Griechenland schlimmer sind als vor zwei Jahren, als der EuGH entschied, Griechenland sei kein sicherer Drittstaat (mangels der Fähigkeit, die Flüchtlinge normgerecht zu versorgen).

In der Flüchtlingsfrage haben sich die grossen Geldnehmer der EU von jeder Solidarität mit Öaterreich, Deutschland oder Schweden (plus Italien und Griechenland) verabschiedet. Anstatt Dublin wieder in Kraft zu setzen, sollte man lieber diesen Ländern die Geldmittel sperren. Sage keiner, das gehe rechtlich nicht. Um Rechtsvorschriften und Regeln schert man sich in der EU schon lange nicht mehr – von den Defizitgrenzen über Flüchtlingsfragen bis hin zur deutschen Autobahnmaut.

Nix gelernt hat scheinbar auch die Gmundner SPÖ. Mit einem angeblich neuen Team, in dem kein einziger politischer Kopf zu erkennen ist, macht man auf Neubeginn. Gleichzeitig hat man die wirklich Jungen vertrieben, rausgemobbt. Ein kleiner Kreis von Leuten, die grossteils schon bisher für die Verengung der Ortspartei standen, geht daran, die letzten Reste der Stadt-SPÖ fürs Begräbnis her zu richten. A schöne Leich wird das nicht, liebe Leute! Aber vielleicht geschieht ja ein Wunder. Aber da würdens wohl den Hofer brauchen, gell, weil der hat ja versprochen, man werde sich noch wundern, was alles möglich ist. Aber der Hofer Norbert wird sich hüten, seine Wunder der Gmundner SPÖ zu überlassen.

Wir wünschen einen wunderbaren dritten Adventsonntag, denn den gibts nur einmal im Jahr, gell! Also geniessen – ob mit oder ohne Wunder!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Stadt mit Flair?

Gastkommentar von Wilhelm Krausshar

Leider entwickelt sich Gmunden auf Grund des billigen Geldes und der diversen Grundstücks- und Immobilien“spekulanten“ immer mehr zu einem Ort, der aussieht wie die gesichtslosen Touristendörfer an der spanischen Mittelmeerküste oder der kroatischen Adria.

Zwei Hotspots dieser Entwicklung: Der Plan für die Kösslmühle und jetzt neu dazu das Schleißhaus. Das wird toll werden. Vorne das leerstehende Althaus, das unter Denkmalschutz steht und dahinter ein oder zwei dieser gesichtslosen Wohnblöcke aus dem architektonischen Kistlbaukasten. Natürlich 5 Stockwerke höher, damit man den Klotz auch gut genug sieht.

Da müssen die Auflagen stark verschärft werden, sollte Gmunden noch eine Zukunft haben wollen als Stadt mit Flair!


Gmundls Chuzpe

Gastkommentar von Gernot Hipflinger

Bonsoir,
Ich fürchte mich vor niemandem (Babsi) und dass die Sensation alle Lügen straft und nicht Alle Lügen straft, ist ebenso seltsam. Aber dass Ihr Euch bemüht, dem medialen Einheits(lügen)brei gegenläufige Informationen und Meinungen entgegenzusetzen, ist wohl die größte CHUZPE. Denn das alles haben wir in den letzten Monaten bis zum Überdruß gehört und ist also nichts Neues!! Und wenn der Gastkommentar von Karlheinz König lesenswert und „gmundl-würdig“ sein soll, dann gute Nacht für dieses Medium, das anfangs kommunal gesehen sehr wohl seine Berechtigung hatte, aber in der Zwischenzeit nicht einmal diskussionswert ist, weil „de qualité négligeable“.
Bonne nuit
Gernot Hipfinger

Bonjour, geschätzter Herr Hipfinger,
Gusto und Ohrfeigen sind nun einmal zweierlei. Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die keiner kann, gell!
Chuzpe können wir nicht erkennen, wir sind in der Tat seit Jahren und bis heute dem Einheitsbrei mit Gegen-Infos begegnet. Und werden das auch in Zukunt machen. Wir würden von Ihnen halt gern nicht nur die Phrase von der Lügenpresse (das meinen Sie ja wohl mit der Einfügung von „Lüge“ in das Wort „Einheitsbrei“) hören, sondern ein paar Beispiele.

Ja, viele die einst auf uns geschimpft haben, sagen jezt: ja, früher, da war der Gmundl viel besser. Sic transit gloria mundi, wie die alten Griechen zu sagen pflegten, gell!

Wir haben in der Tat auch im HBP-Wahlkampf niemanden geschont. Unsere satirischen Wahlplakate haben die Schwächen beider Kandidaten offengelegt. Mal ist halt die eine Partei auf uns böse, dann eine andere. Manche stehen im Dauerschmollwinkel. Soll sein. Derzeit sind ein paar FPÖler (beileibe nicht alle!) auf uns bös, weil wir – wie fast zwei Drittel aller Gmundner – Herrn Präsident elected VdB für den tauglicheren Kandidaten gehalten haben (ohne uns dabei in besonderem Enthusiasmus geübt zu haben). Sie sind halt einer dieser FPÖler. Andere sind uns nach wie vor wohl gesonnen, weil sie gemerkt haben: hier im Blog kommt jeder zu Wort, solange er die selbstverständlichen Regeln des Umgangs miteinander einhält.

Es ist jedem unbenommen, den Beitrag von Karlheinz König nicht zu goutieren. Wir fanden und finden ihn interessant und lesenswert. Also kein Grund zu erkennen, warum ein solcher Beitrag unser Medium abwerten sollte. Aber, wie erwähnt, Gusto und Ohrfeigen … gell!

Denn warum lesen so viele den Gmundl? Einfache Antwort: weil „de qualité considérable“!

Ach ja, was das angeblich nötige „A“ anstatt des „a“ in der Redewendung „alle Lügen strafen“ betrifft – die liegen Sie, leider, leider falsch. Nicht, dass wir keine Fehler machen. Aber hier liegt kein Fehler vor, gell! Lassen Sie sich bitte nicht von den Deutschexperten des parlamentarischen Pressedienstes der FPÖ in Sachen Deutsch beraten, die sind berüchtigt dafür, dass sie eigentlich genauso in Deutschkurse gehören wie die Flüchtlinge. Und ich schreibe mich übrigens nicht „Babsi“ sondern „Babsy“. Aber da will ich jetzt nicht kleinlich sein, gell.

Nein, das „a“ bleibt ein „a“. Und da sind wir uns mit dem des Deutschen im allgemeinen mächtig seienden Duden einig. Wir dürfen wortwörtlich den Duden zitieren:
„Da all- nicht zu diesen vier Zahladjektiven zählt (gemeint sind ein, andere, viel und wenig, Anm. d. Red.) wird all- stets kleingeschrieben: ‚Eine Hoffnung für alle und jeden. Eingeladen werden alle.‘ Ausnahme: ‚Du bist mein Ein und Alles.'“

Bonne journée!
Nous vous prions d’agréer, Monsieur, nos salutations les plus distinguées

Babsy Blitzschnell pour l’équipe gmündelle


Und wieder hat es einen der grossen Rockmusiker erwischt: Greg Lake starb im Alter von 68 Jahren an Krebs, nachdem erst im März d. J. sein Band-Kumpel von ELP, Keyboarder Keith Emerson, krankheitsbedingt (Lähmung der rechten Hand), Selbstmord begangen hatte.
Greg Lake bleibt nicht nur durch ELP in Erinnerung, sondern vor allem auch durch sein Mitwirken am ersten Album der Avantgarde-Rock-Band King Crimson. Irgend wer meint es heuer nicht gut mit den Heroen des modernen Rock.


 

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