Tram-Verein

Heute:
Babsy Blitzschnell kurz am Wort
GK Besorgte Gmundnerin zu Geschenken

Liebe Leserleins!

Die Wellen gehen hoch wegen der bemerkenswerten Definition des Begriffs „Geschenk“ durch den Strassenbahnverein Gmundens. Der Versuch eines Redaktörs der OÖN, einen engagierten Bürger der Stadt als „Verschwörungstheoretiker“ zu diffamieren, hat viel Empörung hervorgerufen. Eigentlich sollte dieser Redaktör seine Tastatur abgeben und sich einen Job suchen, in dem er weniger anstellen kann. In der Politik würde man sagen: rücktrittsreif der Herr. Aber mit der Rücktrittskultur in Österreich sieht es bekanntlich ziemlich schlecht aus.

Wir bringen heute noch einen Gastkommentar zum Thema und verabschieden uns bis Montag. Weil wir wollen die letzten Feiertage für längere Zeit noch ein wenig geniessen. Tun Sie es auch, liebe Leserleins! Tun Sie es auch!

Babsy Blitzschnell f. d. Team Gmundl


Geschenke und Blindheit

Gastkommentar von Besorgte Gmundnerin

Preisfrage: Wenn mich ein männliches Wesen zum Abendessen in ein gutes Lokal einlädt und als Bedingung stellt, dass ich nachher mit ihm ins Bett hüpfe – ist seine Einladung dann ein Geschenk oder eher eine Chuzpe, oder gar eine Form von Aufforderung zur Prostitution, weil ich ja eine Gegenleistung erbringen muss?

Nun, was würden Sie sagen? Zumindest Chuzpe. Ich würde es Prostitution nennen, wenn ich als Frau mich auf einen solchen Deal einlasse.

Womit wir bei der Frage sind, wie das „Geschenk“ des BIM-Vereins an die Stadt, das mit ein paar Bedingungen gekoppelt ist, zu bewerten wäre. Einfach nur eine Chuzpe? Oder eher ein Geschäft mit Gegenleistungen? Dann sind wir bei der Prostitution. All jene, die im Gemeinderat für die Annahme dieses „Geschenks“, das eben keines ist, stimmten, haben sich und die Stadt in diesem Sinne, böse gesagt, prostituiert.

Die Gegenstimmen kamen von der FPÖ und von der BIG. Dass die ÖVP, eng personell verwoben mit dem Strassenbahn-Lobby-Verein, der eigentlich ein S&H-Lobby-Verein ist, für die Annahme dieses seltsamen „Geschenks“ stimmte, wundert nicht wirklich. Über die Zustimmung der SPÖ auch nur ein Wort zu verlieren, ist längst verlorene Liebesmüh. Deren Funktionäre sind damit beschäftigt, die „Macht“frage in ihrer zu einem Flohzirkus geschrumpften Parteiparodie zu klären.

Aber was mich echt verwundert, ist die Tatsache, dass die Grünen in Sachen Regio-BIM ihr Gehirn an der Garderobe abgegeben haben. Ich meine damit nicht ihre grundsätzliche Zustimmung zur SRT. Über die kann man diskutieren, auch wenn ich persönlich glaube, dass die Grünen hier einer Selbsttäuschung und dem Klang des Wortes „Öffi“ bereitwilligst auf den Leim gegangen sind. Aber was mich als potenzielle Grünwählerin wirklich verstört, ist, dass die Grünen jetzt jedem, aber wirklich jedem Unsinn, der rund um die Regio lanciert wird, brav ihre Zustimmung geben. Wo ist die Kontrollpartei geblieben? Sehen die Grünen nicht, welche Unvereinbarkeiten hier existieren? Dass das ganze „Geschenk“ ausschliesslich dazu dient, mittels des Bim-Vereins den Einfluss von Stern & Hafferl weiter aufrecht zu erhalten?

Wenn die Grünen weiterhin glauben, jedem Unsinn, der rund um die SRT gemacht wird, brav beistimmen zu müssen, dann wird sich ihr Abstieg, der sich schon bei der letzten Gemeinderatswahl in Gmunden anbahnte, weiter fortsetzen. Die grosse Frage ist, wer die Nutzniesser sein werden …

Ausserdem sollte der Verein „Pro Strassenbahn“ sich endlich in „Pro Stern & Hafferl“ umtaufen. Das wäre ein gelungener Beitrag zur Wahrheitsfindung.


 

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