Äpfel und Birnen?

Heute:
Betrachtung von AndyB zum Sommer
Gastkommentar von Der Insider über seltsame Begegnungen

Liebe Leserschaft!

Man hat dieser Tag das Gefühl die Innenministerin hat es darauf angelegt, die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen. Anstatt ihre Arbeit zu machen, stellt sie Zelte auf. Schnattert vom „Asylnotstand“ und zeigt sich auf allen Ebenen überfordert. So stellt man sich eine Innenministerin vor. In den Albträumen.

Hat irgend wer verstanden, warum man hunderte, sauteure Container kauft? Wenn Kasernen leer stehen? Wenn es genügend Unterkünfte gibt? Man müsste nur die Menschen klug und gleichmässig verteilen. Dass uns Europa in dieser Frage hängen lässt, ist bekannt. Symptomatisch dafür, wie Europa und die EU heute funktionieren. Als Haufen von Egoisten. Wo jeder nur seinen eigenen Vorteil sucht. Das heisst dann Solidarität.

Jetzt plappert die Innenministerin auch noch vom Duschen. Welch Luxus: nur zehn Leute teilen sich eine Dusche. Viel zu grosszügig gedacht von den Bundesländern. Zwanzig können sich auch eine teilen. Plus ein Häusl. Im Wirtshaus sind auch nur zwei Häusln vorgeschrieben. Ach so? Ehrlich: ich hocke nicht den ganzen Tag im Wirtshaus herum. Ein oder zwei Stunden zum Abendessen. Da brauch ich auch nicht mehr Toiletten. Aber diese Menschen hocken den ganzen Tag auf engem Raum herum. Da sind ein paar Scheisshäuser und Duschen mehr nun wirklich kein Luxus. Und man vergleiche das nicht mit Camping. Oder Internat. Camping ist eine Hetz. Für Leute, die das mögen. Und dort ist es schon lästig genug, wenn die Frühaufsteher das warme Wasser weggeduscht haben. Aber Duschen gibts dort mehr als genug. Und im Internat? Ich habe schnell herumtelefoniert bei Freunden, die in so einem Institut waren. Die haben erzählt, dass das Duschen dort zwar keine Hetz war. Aber davon, dass sich dreissig oder vierzig Leute ein bis zwei Duschen geteilt haben, kannt keine Rede sein. Es gab Duschräume mit zehn bis fünfzehn Duschen. Da wurde gruppenweise geduscht. Nicht immer unter netten Bedingungen. Missbrauch und so, kennt man. Aber an Duschen hat es nicht gemangelt.

Wir schlagen der Innenministerin einen Selbstversuch vor. Vier Wochen Aufenthalt im Erstaufnahmezentrum. Unter den selben Bedingungen wie die Flüchtlinge. Motto: was du nicht willst, dass dir man tu, das füg auch keinem andren zu. Dann wird man sehen, ob die Ministerin lernfähig ist. Und fähig zur echten Anteilnahme. Vielleicht hört sich dann das dumme Gerede über Duschen und Häusln auf. Die sind nämlich nicht das Problem.

Sollte es jemanden geben, der die „Strategie“ der Innenministerin versteht – wir geben gern hier Raum für entsprechende Erklärungen.

Bruno Beinhart f. d. Team Gmundl

Wegen des hohen Interesses an den zwei Gastkommentaren von Michael Amon zu Griechenland, hier der Link zu einem Kommentar in der PRESSE vom Freitag:
http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4783298/Europa-und-die-griechische-Tragikomodie


 Sommerhits aus Gmunden

Ein Betrachtung von AndyB

Soooo geht es ja auch nicht! Endlich haben wir mal wieder einen “richtigen Sommer” und schon wird gejammert.
Ok, ein paar Grad weniger könnten es schon sein, das gebe ich ja zu. So um die 25 oder 26 Grad wären mir auch lieber.
Da muss ich mit einigen weniger bekannten Sommerhits/Songs kontern.

Fangen wir mit einem Song aus der Reihe “Hits aus Gmunden” an :
Charlie Thomas & The Drifters – Midsummer Night In Gmunden

Schon allein der Text spricht für sich, da kann es sich nur um Gmunden handeln.
“so many girls and they’re so good looking”
(so viele Mädels die so gut ausschaun) da kann es nur Gmunden sein *hüstel*
„big sugar daddies sitting in their Caddies”
(dicke Bauunternehmer die in ihren SUVs sitzen) ääääh frei übersetzt.
Leider war der Song kein großer Hit und schaffte es (unverdient) nur bis auf Platz 68 in den Charts.

Und hier noch ein paar “gute Laune” Songs …..
Starbuck – Everybody Be Dancin`

Shooting Star – Summer Sun

Texas – Halo


Seltsame Begegnungen

Ein Gastkommentar von Der Insider

Karl Kammerhofer ist unverzichtbar für Gmunden. Er legt den Finger meist auf die richtigen Wunden. In der Frage der Regio ist er leider in den falschen Zug eingestiegen. Warum, kann ich nicht erklären. Sicher aus Überzeugung. Aber aus falschen Überlegungen heraus. Die Grünen haben sich da in etwas verrannt und blenden alles andere aus. Alles andere heisst: alles, was sie sonst bekämpfen.

Ein paar Antworten zu seinen Beispielen.

Salzburger Innenstadt.
Ich war schon oft in Salzburg. Mir ist dort in der Innen-/Altstadt bisher weder eine Eisenbahn noch eine Bim begegnet. Auch wenn die Salzburger Politik sehr verrottet ist, würde dort niemand auf die Idee kommen, mit einem 32m-Zug durch die Altstadt und über den Domplatz zu rumpeln. Obwohl die Salzburger Politik ihre Fähigkeit zum Wahnsinn eindrücklich unter Beweis gestellt hat. Ich verweise auf ein paar hundert Millionen im Finanzcasino verplemperte Euros.

Whistler Mountain.
Wie Kammerhofer sagt: die zehnfache Zahl von Touristen. Dieser Ort ist ausschliesslich auf den Tourismus aufgebaut. Die ganze Ortstruktur ist nicht mit Gmunden vergleichbar. Gmunden hat eine historisch gewachsene Altstadt, das Konzept stammt aus dem Mittelalter. Whistler Mountain wurde erst ab ca. 1969 zu einem richtigen Ort ausgebaut – ausschliesslich unter touristischen Aspekten. Man hat damals sogar den dortigen Hausberg  von London Mountain in Whistler Mountain umbenannt. Man dachte, die Assoziation London/Regen sei für einen Tourismusort nicht so günstig. Wir werden aus Gmunden nicht Whistler Mountain machen können. Aber auch dort fährt keine Bim quer durch den Ort. Das mit der Ausschaltung von 90 % des Verkehrs stimmt so nicht. Zwar sind nur E-Autos erlaubt, aber die Amis kommen mit SUVs, Flugzeugen und Hubschraubern angedüst. Die beiden letzten noch deutlich umweltschädlicher als die Benzinrösser. Vor Ort werden dann E-Autos gemietet.

Elsass.
Tatsächlich sind dort die Gassen saumässig eng. Man fährt natürlich nicht mit dem Auto hinein. So wie man schon früher nicht durch Hallstatt fuhr, wenn man bei Sinnen war. Leider kamen immer mehr Leute nach Hallstatt, bei denen es im Oberstübchen gefehlt hat. Das lässt sich bei Massentourismus nicht vermeiden. Darum hat man heute die Stadtdurchfahrt de facto gesperrt. Allerdings ist Hallstatt so klein, dass die Ortsbewohner alles zu Fuss erreichen. Und letztlich gilt auch hier: es fährt kein Zug und keine Bim über den Marktplatz und quetscht sich durchs enge Gasserlwerk runter zur Seestrasse  und dann weiter nach Lahn.
In den elsässischen Kleinstädten ist trotzdem eine hohe Frequenz gegeben, weil das eben explizit Weinorte sind. So wie Hallstatt etwas Eigenes ist. Aber was ist Gmunden? Es fehlt an Frequenz, und ich sehe nicht, wo die herkommen soll. Wir werden Gmunden nicht zu Riquewhir oder Ribeauvillé machen können. Gmunden liegt jedenfalls nicht an der elssässischen Weinstrasse, sondern an der B145. Da hilft auch der Traunsee nicht viel, der zieht nämlich erst recht das Interesse von der Innenstadt ab. Die Leute fahren Seilbahn auf den Grünberg oder Schifferl am See. In die Innenstadt gehen sie nicht. Jetzt nicht wegen des Autoverkehrs. In Zukunft nicht wegen Autoverkehr + Bim + 28 cm hohen Bahnsteigen. Bim und Bahnsteige gibt es in den Kleinstädten des Elsass auch nicht.

Lindau am Bodensee.
Begegnungszone? Mit dem Zug? Wirklich nicht! Dort gibt es einen riesigen Endbahnhof (Kopfbahnhof) mit jeder Menge Verschubgeleisen. Kein Mensch geht dort spazieren. Die „normale“ Bevölkerung wohnt jenseits des Bahnhofs, dessen Zufahrtsgeleise die kleine Insel teilen. Vom Ufer aus gesehen ist der rechte Teil der Insel der deutlich kleinere (ca. 1/4 der Fläche), in dem man praktisch nicht wohnt. Dort sind ein paar Häuser, vorwiegend mit Büros, fast keine Wohnungen sowie eine grosse Klinik. Den grössten Teil, etwas mehr als die Hälfte, dieses abgetrennten Inselteils nehmen Parkplätze ein. Im historischen Stadtkern nimmt man von der Eisenbahn nichts wahr. Keine Rede von „die machen das in den schmalen Gassen auch mit Einbahnen und holpriges Pflaster“. Die würden sich bedanken, wenn man ihnen die Eisenbahn quer durch die Altstadt legen würde und sehr verständnislos dreinschauen. Der öffentliche Verkehr innerhalb der Stadt wird ausschliesslich mit Bussen abgewickelt. Die Insel selbst wird von zwei Stadtbus-Linien angefahren. Auf dem Festland gibt es ebenfalls keine Begegnungszone mit der Eisenbahn. Die sich im Ort mehrfach verzweigende Bahnlinie wird immer auf einer eigenen Trasse, meist sogar mit Bahndamm, geführt und dient nicht dem Verkehr innerhalb von Lindau.

Wieder einmal wurde bewiesen, dass es keine vergleichbaren Beispiele gibt für das, was hier in Gmunden getrieben wird. Ich verstehe nicht, wie intelligente Menschen so vernagelt sein können und alles ausblenden, was ihrer Theorie und ihrem Wunschdenken nicht entspricht. Alle vier Beispiele sind Eigentore der Regio-Fans und beweisen eindrücklich, dass das Gmundner Regio-Projekt zwischen Unsinn und Wahnsinn pendelt.

lindauDas uns von Der Insider gemailte Bild zeigt die Insel von Lindau. Bitte anklicken für Originalgrösse.


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